Anfang November probte die Ortsfeuerwehr Bergen den Ernstfall im
Ärztehaus an der Bahnhofstraße. Um 19:35 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem
gemeldeten Kellerbrand alarmiert. Bereits bei der Erkundung stellte der
Einsatzleiter eine starke Verrauchung im Kellerbereich fest. Eine Mitarbeiterin
berichtete, dass sie die Arztpraxen bereits geräumt habe - vom Hausmeister
jedoch jede Spur fehle.

Sofort ging ein Trupp unter Atemschutz zur Personensuche und Brandbekämpfung in
den Keller vor. Währenddessen machte ein Bauarbeiter auf dem Dach auf sich
aufmerksam. Er war verletzt und musste mithilfe der Hubrettungsbühne schonend
gerettet werden. Auf dem Weg nach unten teilte er mit, dass zwei seiner Kollegen
noch vermisst würden. Sie seien lediglich kurz nach unten gegangen, um Werkzeug
zu holen, jedoch nicht zurückgekehrt.

Die beiden Kollegen konnten schnell lokalisiert werden: Sie waren im Aufzug
steckengeblieben und konnten wenig später aus ihrer misslichen Lage befreit
werden. Zwischenzeitlich wurde auch der vermisste Hausmeister aus dem stark
verrauchten Keller gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Auf dem Rückweg
von den Löscharbeiten wurde der vorgehende Trupp jedoch von einem umstürzenden
Regal überrascht und kurzzeitig verschüttet. Der bereitstehende Sicherungstrupp
ging umgehend zur Unterstützung in den Keller vor und brachte die Kameraden ins
Freie.

Insgesamt mussten im Rahmen der Übung vier Personen gerettet werden.

Bei einer kurzen Nachbesprechung wurden die Abläufe reflektiert und den
Ausarbeitenden der Übung für ihre Organisation gedankt.